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Autarkie – Alternatives Wasserstoffkraftwerk im Garten

2021-08-0118:34

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Die Energiewende ist zunächst daran zu merken, dass unsere Strompreise mittlerweile die höchsten der Welt sind. Die hohen Preise treffen vor allen Dingen die Privathaushalte und die kleinen Unternehmen. Einsparmöglichkeiten sind also das Gebot der Stunde. In Zukunft sollen nun […]

Die Energiewende ist zunächst daran zu merken, dass unsere Strompreise mittlerweile die höchsten der Welt sind. Die hohen Preise treffen vor allen Dingen die Privathaushalte und die kleinen Unternehmen. Einsparmöglichkeiten sind also das Gebot der Stunde. In Zukunft sollen nun Privatkunden die Möglichkeit bekommen, den Strom für ihren Eigenbedarf mit kleinen Windrädern selbst zu produzieren.

Eine Glühbirne liegt behütet in zwei aufgehaltenen Händen

Foto von Anete Lusina von Pexels

 

Das jedenfalls sagen Leichtbauexperten des Fraunhofer-Instituts für angewandte Polymerforschung IAP und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus, sowie ein Partner aus der Industrie.

Mit einem kleinen Windrad sollen Privathaushalte Wasserstoff erzeugen, um auch bei Windstille ihren Strombedarf zu decken. Die Verwendung von Wasserstoff als Speichermedium für Strom im großen Stil ist schon länger ein Thema bei Forschern. Das leichte Gas könnte die Volatilität von Solar-, Wind-, Wasserkraft und anderen erneuerbaren Energiequellen ausgleichen und somit zum Ausstieg aus fossilen Energieträgern beitragen. Was im Großen möglich ist, soll aber auch im Kleinen funktionieren – etwa mit einem Wasserstoffkraftwerk im eigenen Garten.

 

Woraus besteht das Wasserstoffkraftwerk?

 

Es besteht im Prinzip aus zwei Teilen. Einem kleinen Windrad und einem Speicher für Wasserstoff. Dafür werden neuartige Wasserstofftanks aus Faserverbundwerkstoffen entwickelt. Professor Holger Seidlitz, Leichtbauspezialist der BTU Cottbus, erklärt: „Das Windrad wird so klein ausgelegt sein, dass sich auch Privatleute eine solche Anlage in den Garten stellen können. Was an Strom nicht verbraucht wird, wird verwendet, um Wasser mittels eines kleinen Elekrolyseurs vor Ort in Wasserstoff zu verwandeln. Der erzeugte Wasserstoff wird in speziellen Drucktanks gespeichert.“ Der Wasserstoff dient dann als Quelle für eine Brennstoffzelle im Haus, die sowohl Wärme als auch Strom produziert.

 

Biegbare Rotorblätter für jede Windstärke

 

Die Forscher haben sich zunächst mit der Entwicklung eines kompakten Windrads beschäftigt. “Was wir vorhaben, ist ein klappbares Windrad, das man ohne Zuhilfenahme von Geräten aufstellen kann, etwa mit einem Flaschenzug,“ sagt Marcello Ambrosio vom IAP.

Das Windrad soll spezielle Rotorblätter besitzen, die sich mit steigender Windstärke verdrehen können. “Dadurch ersparen wir uns eine teure Stellmechanik in der Rotornabe”, meint Ambrosio. Ein neuer Materialmix aus Kohle- und Glasfasern mache das Windrad außerdem besonders leicht, wodurch es sich schon bei Windgeschwindigkeiten von nur zwei Meter pro Sekunde (7,2 km/h) dreht. Die Rotorblätter wurden mit einem industriellen 3D-Drucker gefertigt.

 

Leichte Drucktanks mit eingebauten Sicherheitssensoren

 

Neben dem Windrad soll für das kleine Wasserstoffkraftwerk lediglich eine Art Gartenhäuschen notwendig sein. Darin verstauen kann man den etwa Rasenmäher-großen Elektrolyseur, die Brennstoffzelle und Wasserstofftanks. Deren Konstruktion ist eine weitere Herausforderung, an der die Forscher tüfteln. Aber auch hier hat das Team bereits eine Lösung. Die zylindrischen Tanks werden aus Kunstharz hergestellt, das mit Karbonfasern getränkt ist. Nach der Aushärtung hält der Tank mehrere hundert Bar Druck aus. Der Tank enthält Sensoren, die sofort etwaige Lecks melden. Für einen sicheren Einsatz in der Praxis sind diese eine wichtige Voraussetzung.

 

Strom für einen Haushalt

 

Mit dem Windrad wird eine Leistung von 3 -3,5 Kilowatt erzeugt. Das sollte für eine vierköpfige Familie reichen, meint Ambrosio. Im Vergleich mit Batteriespeichern biete der Wasserstoff gewisse Vorteile: Die Lebensdauer des Systems sei länger und es werden weniger seltene Rohstoffe verwendet.

Ziel sei es, die dezentrale Energieversorgung von Haushalten oder Kleinunternehmen zu ermöglichen, meint Ambrosio. Somit würde das öffentliche Stromnetz entlastet werden. Im Laufe des nächsten Jahres wird eine erste Pilotanlage errichtet. Bis 2023 will man ein Produkt auf den Markt bringen, das nicht teurer sein soll wie ein Photovoltaikanlage auf dem Dach.

 

Wie wunderbar es doch wäre, sein eigenes kleines Kraftwerk zu haben, um sich auf diesem Weg autark mit der nötigen Energie zu versorgen. Man darf gespannt sein, was sich hier noch an Möglichkeiten auftun werden.

 

Weitere Infos findet ihr zum Beispiel unter folgendem Link:

https://www.iap.fraunhofer.de/de/Pressemitteilungen/2021/wasserstoffkraftwerk-fuer-den-garten.html

 

Weitere Quellen:

futurezone.at
scinexx.de

 

Herzlichen Dank an Horst für den Tipp!

Projekt SeaClear – Meeresböden ohne Plastik

2021-06-2813:15

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Das Project SeaClear ist ein Gemeinschaftsprojekt aus mehreren Instituten, Firmen und Forschern, die Maschinen entwickeln, welche sich zum Ziel gesetzt haben eine Lösung der Müllproblematik auf dem Grund der Meeresböden zu finden. Gemäß Schätzungen des WWF schwimmen in unseren Ozeanen […]

Das Project SeaClear ist ein Gemeinschaftsprojekt aus mehreren Instituten, Firmen und Forschern, die Maschinen entwickeln, welche sich zum Ziel gesetzt haben eine Lösung der Müllproblematik auf dem Grund der Meeresböden zu finden. Gemäß Schätzungen des WWF schwimmen in unseren Ozeanen 86 Millionen Tonnen Plastikmüll. Das hat geradezu verheerende Folgen für Meerestiere, Natur und für uns Menschen. Die sichtbaren Plastikinseln, die riesige Flächen im Meer bedecken, machen aber nur 10 Prozent aus, denn etwa 90 Prozent des Mülls liegen am Meeresgrund.

Ein Haufen mit Seegras und Müll , der an einem Strand angeschwemmt zu einem Haufen herumliegt. Im Hintergrund sieht man das Meer und ein einen mit ein paar Wolken durchzogenen blauen Himmel.

Foto von Artem Beliaikin von Pexels

Beim Project SeaClear haben sich das Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen CML, die Technischen Universitäten Delft, München, Cluj-Napoca Rumänien, sowie SubSea Marseille und  die Hamburger Hafenbehörde,  zusammengeschlossen, um eine Lösung für eine der wichtigsten Probleme der Menschheit zu finden.

Johannes Oeffner, verantwortlicher Wissenschaftler beim Fraunhofer-Center, sagte in einem interview, das er der „Sonnenseite“ gab: „Die Verschmutzung der Meere ist eines der wichtigsten globalen Probleme. Sie hat Auswirkungen auf Umwelt, Wirtschaft, Sicherheit. Gesundheit und Kultur….Wenn man bedenkt, dass die Kunststoffproduktion sich Prognosen zufolge bis 2050 vervierfachen könnte, haben wir ein immenses Problem, wenn wir nicht handeln, laut WEF betrug im Jahr 2014 das Verhältnis Kunststoffe zu Fischen 1 zu 5,  2050 könnte es dann genau so viel Plastikmüll wie Fische geben.“ Oeffner sagt weiter, dass man sich zunächst auf die küstennahen Gewässer konzentrieren wolle, weil dort die Verschmutzung besonders stark sei.

 

Wie funktioniert nun das SeaClear System?

 

Insgesamt hat man vier Geräte, die miteinander vernetzt sind. Ein autonom fahrendes oder ferngesteuertes Schiff (USV) an der Wasseroberfläche, zwei Unterwasser-Roboter (ROV) und eine Drohne (UAV). Die Drohne und ein Roboter sorgen für die Ortung und Kartierung des Mülls an der Wasseroberfläche und an der Wassersäule darunter. Der zweite Roboter sammelt, anhand der Kartierungsdaten, den Müll mit einem Greifarm und einer Saugvorrichtung ein und bringt diesen zum Mutterschiff USV. Auf Grund der Vernetzung „weiß“ jedes der vier eingesetzten Geräte, wo sich die anderen befinden. Man kann sich leicht vorstellen, dass das „Training“ der vier Einheiten einen erheblichen technischen Aufwand mit sich bringt.

Im Augenblick arbeitet man an zwei Standorten, um das System in der Praxis zu erproben, und zwar im Hamburger Hafen und an der Küste von Dubrovnik in Kroatien. In beiden Fällen arbeitet man in Tiefen von zwanzig bis dreißig Metern. Die besondere Herausforderung in Hamburg ist die starke Verschmutzung und die damit verbundene schlechte Sicht. Hier soll vor allen Dingen die Robustheit des Systems bewiesen werden.
Wenn das SeaClear System final entwickelt ist, wird es auch Korallenriffe von Müll unterscheiden können, so dass keine schädlichen Eingriffe in die Natur vorkommen werden.

Es bleibt zu hoffen, dass das System seine Praxistauglichkeit beweisen kann. Die Hamburger Hafenbehörde hat großes Interesse, damit das Hafenwasser sauberer zu machen und will so ein System erwerben. Das Ziel, die Weltmeere von Plastikmüll zu befreien ist wohl eines der herausforderndsten, wie auch wichtigsten, wenn es um die Liebe und den Erhalt unserer Umwelt geht.

 

 

Quellen:
pressetext.com
sonnenseite.com

Danke an Horst für den Tipp! ;-)

Wälder von der Fläche Frankreichs sind seit 2000 nachgewachsen

2021-05-3020:26

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Trillion Trees, ein Gemeinschaftsprojekt vom WWF, Bird Life International und Wildlife Conversation Society, hat bekannt gegeben, dass seit der Jahrtausendwende ungefähr 59 Millionen Hektar Wald wieder aufgeforstet wurden. Das entspricht einem Gebiet von der Größe Frankreichs. Die Größe dieses Waldgebiets […]

Trillion Trees, ein Gemeinschaftsprojekt vom WWF, Bird Life International und Wildlife Conversation Society, hat bekannt gegeben, dass seit der Jahrtausendwende ungefähr 59 Millionen Hektar Wald wieder aufgeforstet wurden. Das entspricht einem Gebiet von der Größe Frankreichs. Die Größe dieses Waldgebiets alleine sorgt dafür, dass 5,9 Gigatonnen CO2 gespeichert werden können. Das ist mehr als die USA jährlich an CO2 ausstoßen.

Weiter, schier endloser Blick über begrünte Berglandschaften in Martins, Rio Grande do Norte in Brasilien

Brasilien: Martins in Rio Grande do Norte
Photo by Jaime Dantas on Unsplash

Eine der Erfolgsgeschichten kommt aus Brasilien. Dort wurde der nahezu vollständig gerodete Wald an der Atlantikküste seit 2000 wieder aufgeforstet, so dass mittlerweile etwa 4,2 Millionen Hektar, das entspricht der Fläche der Niederlande, wieder mit Bäumen bepflanzt wurde. Josefina Brana Varela, die Vizepräsidentin beim WWF ist zuständig für die Aufforstung von Wäldern, sagte: „Außerdem spielt die Wiederaufforstung natürlicher Wälder eine wesentliche Rolle, um diese kritischen Ökosysteme zu erhalten. Analysen liefern einen positiven Ausblick auf die natürliche Regeneration, aber die Aufforstung geschieht nur im Zusammenhang mit einer sorgfältigen Planung, erhöhtem Kapitalaufwand und einer konsequenten Politik, um die Waldbedeckung voran zu bringen.“ Man muss dabei allerdings einschränkend sagen, dass man hier noch viel Arbeit vor sich hat. Denn bis jetzt haben sich 12 Prozent der alten Fläche erholt und das Nahziel liegt bei 30 Prozent. Dann erst, so glauben Wissenschaftler, hat der Wald eine Chance dauerhaft zu überleben.

In den nördlichen Wäldern der Mongolei wurden in den letzten zwanzig Jahren 1,2 Millionen Hektar wieder aufgeforstet. Dies geschah in Zusammenarbeit des WWF mit der mongolischen Regierung. Andere Schwerpunktregionen liegen in Zentralafrika und im Norden Kanadas. William Baldwin-Cantello vom WWF betont, dass natürliche Aufforstung oft „billiger, reicher an CO2-Speicherung und besser für die Biodiversität ist als aktiv gepflanzte Wälder.“ Weiterhin betont er: “Um gefährliche Klimaänderungen zu vermeiden, müssen wir die Abholzung stoppen und die Wiederaufforstung fortsetzen.“

Die Wissenschaft jedenfalls ist sich einig, dass der einfachste Weg, der Atmosphäre CO2 zu entziehen, ist, Bäume zu pflanzen, aber es müssen die richtigen Bäume am richtigen Platz sein. Dass die Pflanzenwelt mehr CO2 aufnimmt als gedacht, ist mittlerweile nicht mehr umstritten. Dabei sollte auch immer bedacht werden, dass ohne CO2 keine Pflanzen wachsen können. Ein natürlicher Kreislauf, ein Geben und Nehmen ist hier wichtig und sollte weiter forciert werden.

 

Quellen:

www.globalcarbonproject.org
www.worldwildlife.org

Mexiko ist bis 2024 frei von Genmais und Glyphosat

2021-04-3012:27

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Die mexikanische Regierung unter ihrem Präsidenten López Obrador hat per Erlass verkündet, dass die Anwendung von glyphosathaltigen Pestiziden bis 2024 auslaufen soll. Zusätzlich soll verboten werden, gentechnisch veränderten Mais anzubauen oder in Lebensmitteln zu verwenden. Der zeitliche Rahmen wurde bis […]

Die mexikanische Regierung unter ihrem Präsidenten López Obrador hat per Erlass verkündet, dass die Anwendung von glyphosathaltigen Pestiziden bis 2024 auslaufen soll. Zusätzlich soll verboten werden, gentechnisch veränderten Mais anzubauen oder in Lebensmitteln zu verwenden. Der zeitliche Rahmen wurde bis zum 31. Januar 2024 festgelegt.

Mexikaner mit Strohhut, von hinten fotografiert, steht mitten in einem dichtbewachsenen Maisfeld

Photo by Erik Aquino on Unsplash
Maisfelder in Mexiko: Ab 2024 kein Genmais und kein Glyphosat mehr

Mit diesem Erlass wird die Regierung von Mexiko konkret. Man verbietet Behörden glyphosathaltige Pestizide zu kaufen oder einzusetzen. Gleichzeitig werden diese Behörden verpflichtet, sich nach alternativen Mitteln umzusehen und diese einzusetzen. Bei den genannten Behörden handelt es sich unter anderem um das Umwelt- und das Landwirtschaftsministerium, sowie der Nationale Rat für Wissenschaft und Technologie. Bis Mitte März 2023 schafft man die gesetzlichen Rahmenbedingungen, um Glyphosat bis Ende Januar 2024 komplett zu verbieten. Es gibt dann keine Übergangsfristen und Ausnahmeregelungen mehr.

Der 31. Januar 2024 bedeutet auch das Ende für gentechnisch veränderten Mais. Genehmigungen für den Anbau und den Verzehr werden widerrufen und der Import wird verboten. Diese Maßnahmen haben folgende Gründe: Die Ernährung der Bevölkerung zu sichern, den einheimischem Mais zu schützen, sowie die bäuerlichen Strukturen und die Gesundheit der Mexikaner zu erhalten. Man muss in dem Zusammenhang wissen, dass die Maispflanze aus Mexiko stammt. Es ist also nicht verwunderlich, dass es in Mexiko eine große Vielfalt an traditionellen Maissorten gibt.

Grundlage des Erlasses ist das Prinzip der Vorsorge und die UN-Konvention über biologische Vielfalt und das damit verbundene Protokoll von Cartagena/Kolumbien vom 11. März 2003 über biologische Sicherheit.

Die Maßnahmen der Regierung lassen vor allen Dingen die Bio-Bauern landauf landab jubilieren. Die Nachrichten-Agentur Reuters zitiert Homera Blas, den Vorsitzenden des Verbandes der mexikanischen Bio-Erzeuger, der von „einem großen Sieg“ sprach. Natürlich gibt es auch kritische Gegenstimmen. An vorderster Stelle sei hier Laura Tamayo genannt, die die mexikanischen Bauern als benachteiligt gegen die Bauern in den USA sieht. Wenn man aber weiß, dass Frau Tamayo die regionale Leiterin des Bayer-Konzerns in Mexiko ist, wundert einen das nicht. Wer stellt Glyphosat her? Monsanto. Und wem gehört Monsanto? Bayer.

Mögen nach Mexikos Entschluss noch viele weitere Länder diesem Beispiel für den Erhalt gesunder Böden, zurück zu natürlichem Anbau, folgen.

 

 

Quelle: keine-gentechnik.de

Paros: Griechische Insel will bis 2022 frei von Plastikmüll sein

2021-03-3118:48

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Die Geschäftswelt auf der griechischen Insel Paros hat sich im Dezember 2019 verpflichtet, bis Ende 2022 frei von Plastikabfällen zu sein. Paros, eine der Kykladeninseln, ist bekannt für seine blau-weiß angestrichenen Häuser, wundervollen Strände und sein türkisfarbenes Meer. In Kürze […]

Die Geschäftswelt auf der griechischen Insel Paros hat sich im Dezember 2019 verpflichtet, bis Ende 2022 frei von Plastikabfällen zu sein.
Paros, eine der Kykladeninseln, ist bekannt für seine blau-weiß angestrichenen Häuser, wundervollen Strände und sein türkisfarbenes Meer. In Kürze soll zu diesen positiven Eigenschaften noch eine weitere kommen. Man will in kurzer Zeit in Sachen Umwelt ein Vorbild werden und die Insel frei von Plastikabfällen haben.

Paros, Paros Griechenland

Insel Paros, Griechenland
Photo by Despina Galani on Unsplash

 

Common Seas, eine aus dem Vereinigten Königreich stammende NGO, will mit dem Clean Blue Project die Probleme mit Plastikabfall vollkommen beseitigen. Erreichen will man dieses ehrgeizige Ziel mit drei Maßnahmen: das komplette Abfallsystem soll überholt werden, die Inselbewohner sollen entsprechend sensibler gemacht und die Gesetzgebung soll angepasst werden. Das ist das erste Mal überhaupt auf unserem Globus, dass ganzheitlicher Ansatz zu einem kompletten Systemwandel führen soll.

Paros wurde hierfür auf Grund der Vielschichtigkeit und der Größe der Insel ausgesucht. Dreizehntausend Menschen leben dort das ganze Jahr über und im Sommer kommen an die 400.000 Touristen. Das Team vom Clean Blue Project hat herausgefunden, das 95 Prozent des Abfalls im Mittelmeerraum aus Plastik besteht und zum Großteil mit dem Tourismus zusammenhängt.

Etwa fünfzig Geschäfte haben sich verpflichtet, Plastik in ihren Betrieben einzusparen und man hofft, dass weitere Geschäfte sich beteiligen werden, wenn sie über ihr bisheriges Verhalten nachdenken. Eine Maßnahme sieht vor, dass man gebrauchte Bettwäsche nicht auf den Müll wirft, sondern mehrfach verwendbare Einkaufstaschen daraus fertigt. Schulkinder sollen mit mehrfach nutzbaren Trinkwasserflaschen ausgestattet und in Schulen sollen Trinkwasserbrunnen aufgebaut werden.

Das Endziel ist, das Projekt auch auf größere Ortschaften zu übertragen. Jo Royle, der Geschäftsführer von Common Seas, sagt: „Die Verschmutzung mit Plastik ist sehr komplex und es gibt keine andere Lösung. Aber wir hoffen, falls sich unser System als tauglich herausstellt, dass man es auch woanders anwenden kann.“

 

Quelle: positive.news

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